„Goldenen Schlüssel für Zukunft in der Hand“
Geschrieben von Eurodecor, November 2008   
Friday, 10. April 2009

Sonnenschutzindustrie rückt CO2 –Diskussion in den Fokus ihrer Aktivitäten

Sechzig Jahre – und kein bisschen leise: Der Verband innenliegender Sonnenschutz e.V., Krefeld, kurz VIS genannt, zeigte auf seiner Jubiläumstagung, dass er klar auf Zukunft ausgerichtet ist. Das Hauptargument für seine Produkte will der Verband im nächsten Jahr im Rahmen einer Kampagne besonders heraus stellen: Energie sparen.

Energiesparen dank Sonnenschutz„Wir haben einen goldenen Schlüssel für die Zukunft in der Hand. Wenn wir es schaffen, den innenliegenden Sonnenschutz gemeinsam als CO2 –Knacker zu positionieren“, führte Wilhelm Hachtel, Vorsitzender des VIS, in einer bemerkenswerten Rede vor den Mitgliedern aus. Rund 60 Mitglieder und Lieferanten des Verbandes waren Ende Oktober der Einladung nach Straßburg gefolgt. Und der Tagungsort samt Besuch des Europäischen Parlaments hätte besser nicht gewählt sein können - geht es dem VIS doch auch darum, den innenliegenden Sonnenschutz auf europäischer Ebene ins Gespräch zu bringen und sich in die Klimaschutzpolitik einzuklinken. „Es gibt eine Studie, die zeigt, dass 110 Billionen Tonnen CO2 einsparen kann, wenn man Sonnenschutz einsetzt. Das Problem aber ist: Die Studie geht nur auf den außenliegenden Sonnenschutz ein, nicht auf den innenliegenden“, erläutert Hachtel das Problem. Dass aber gerade auch mit innenliegendem Sonnenschutz jede Menge CO2 eingespart werden kann, will der VIS jetzt klar herausstellen. Und der Zeitpunkt passt: „In zehn Jahren wird Öl immer knapper werden. Die Maximumverbrauchsgrenze an Energie ist bereits erreicht. Wir müssen zu den Ursprüngen der Raumausstattung zurück. Das Motto lautet: Behaglich ohne CO2“, so Hachtel.

Für den deutschen Markt hat der VIS eine PR-Kampagne für das erste Halbjahr 2009 geplant, die sich sowohl an Fachhändler als auch Endverbraucher richten soll. „Einfach und effizient wollen wir erklären, wie man mit innenliegendem Sonnenschutz Energie sparen kann“, so Frank Tovornik vom Marketingausschuss des VIS. Mit Hilfe von Energieeffizienzklassen nach der DIN 14501 soll der Verbraucher auf einen Blick verstehen, welche Vorzüge die Produkte haben. „Wir haben uns bewusst für diese Effizienzklassen entschieden, weil sie am Markt bekannt sind, zum Beispiel von Glühbirnen und Kühlschränken. Die Systematik ist einfach: Ohne exakte Prozentwerte oder Faktoren wird angezeigt – hier bin ich im grünen Bereich, hier erreiche ich einen Erfolg“, so Tovornik. 

Des Weiteren sollen vier Schaubilder visualisieren, wie der innenliegende Sonnenschutz am effektivsten wirkt. Unterschieden wird dabei zwischen Sommertag, Sommernacht, Wintertag und Winternacht. So soll an Sommertagen die Anlage geschlossen bleiben, an Wintertagen dagegen offen. Umgekehrt verhält es sich in der Nacht: Im Sommer bleibt die Anlage offen, im Winter geschlossen, um möglichst viel Energie zu sparen und die Wärme im Haus zu halten beziehungsweise über Tag bei Sonneneinstrahlung hereinzulassen.

„Mit diesen Schaubildern zeigen wir ganz einfach, wie’s geht, erläutert Tovornik. Vier unterschiedliche Situationen seien es nämlich, in denen der innenliegende Sonnenschutz zu den Klimazielen der EU einen Beitrag leiste: So könne erstens ins Winternächten mit Sonnenschutz die Transmission von Infrarot nachhaltig reduziert werden. Zweitens könne man an Wintertagen die Isolation durch die Scheibe als Energiebeitrag nutzen und im Raum durch Lichtstreuung die Blendung reduzieren. „Dadurch entlasten wir den Heizbedarf und sparen Elektrizität für Kunstlicht“, so Tovornik. An Sommertagen wiederum könne man die Klimatisierungskosten deutlich senken oder das Raumklima ohne Air-Condition deutlich verbessern. „Und in Sommernächten bieten wir Sichtschutz und können durch Lüftung die Kühlung der Gebäude für den folgenden Tag ermöglichen.“

 

Letzte Aktualisierung ( Friday, 10. April 2009 )