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Hintergründe Q-Zeichen und Energieeinsparung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von MoonLight   
Saturday, 10. January 2009

Das Q-Zeichen und die geplante PR-Kampagne zur Energieeinsparung des Verbandes innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (VIS) mögen manchem als Antwort des Sonnenschutzes auf den „Bio-Boom“ und auf die „Nachhaltigkeitswelle“ sein. Ganz falsch ist das nicht. Friedrich Peschen, Geschäftsführer des VIS, gibt das auch ganz unumwunden zu. Für ihn ist es naheliegend, dass der Sonnenschutz diesen Strömungen nachgeht; alles andere wäre ein schlechtes Geschäft. Das Q-Zeichen und die Darstellungen zur Energieeinsparung greift der VIS aber in ganz eigener Weise auf und hebt sich so von manchem typischen Ökolabel ab.

Das patentamtlich geschützte Q-Zeichen zeigt nach Friedrich Peschen „eine geprüfte Qualität unter dem Gesichtspunkt der Alterungsbeständigkeit eines Produktes“. So ständen also die Langlebigkeit und die Qualität im Vordergrund. Das seien wichtige Themen von Nachhaltigkeit. Sie können beim Verbraucher zusätzlich für eine bestimmte Wertigkeit stehen und entsprächen deshalb auch der Philosophie der Verbandsmitglieder des VIS. Dem Verbraucher soll so nach Erhard Müller, Geschäftsführer von Büscher, die geprüfte Qualität direkt demonstriert werden. Ganz klar verbinden sich hier die Eigenschaften von Nachhaltigkeit mit den besten Eigenschaften von „Made in Germany“.

Da überrascht es auch nicht großartig, dass der ökologische Aspekt des Energiesparens und der Umweltverträglichkeit in einer Verbandsumfrage des VIS als zentrale Elemente der Perspektiven für die nähere Zukunft genannt wurden. In dieser Umfrage, die Ende letztens Jahres stattfand, kam übrigens auch heraus, dass 2007 sämtliche Firmen ihren Umsatz steigern konnten. Die Steigerungen reichten von 4% bis hin gar zu „stattlichen zweistelligen Prozentbereichen“. Für 2008 wird trotz guten Starts von einer Minderung ausgegangen. Da spielt möglicherweise auch die Finanzkrise mit hinein. Die Anteile der einzelnen Gruppen am bisherigen Umsatz waren dabei folgendermaßen aufgeteilt:

Rollo 17,4%, Horizontal-Jalousie 15,8%, Vertikallamelle 19,3%, Plissee 47,5%.

Gute Perspektiven werden schließlich neben den ökologischen Aspekten dem Rollo, Innovationen im Bereich elektrischer Anlagen, der Multifunktionalität der Produkte sowie Flächenvorhang und Plissee zugeordnet.

Um die Energieeinsparung stark zu positionieren, hat der VIS bei seiner 60. Jahrestagung in Straßburg direkt bei der EU angeklopft. Über die europäische Sonnenschutzorganisation Solar Shading Organization (ES-SO) wurde kritisiert, dass bei der Festsetzung der Sparmaßnahmen in der europäischen Energieseinparverordnung Energy Performance of Buildings Directive bis auf den Sonnenschutz fast alle Möglichkeiten Berücksichtigung fanden. (In dem Artikel Energiepass“ wurden die Zahlen genannt, wie viel Tonnen CO2 sich durch Sonnenschutz einsparen lassen und dargestellt wie man mit Sonnenschutz abhängig von Sommer oder Winter und Tag oder Nacht gezielt Energie sparen kann. Diese Ergebnisse kamen auch durch ein Projekt an einem Fraunhofer-Institut zustande.) Um die Bedeutung natürlich insbesondere des innenliegenden Sonnenschutzes dagegen zu stärken, traf sich der Verband mit Herbert Reul, energiepolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im europäischen Parlament. Somit wird auch wieder mal deutlich, dass der Schutz des Klimas aus vielen verschiedenen Bausteinen besteht. Der Einsatz und die Kreativität vieler verschiedener Personen und Organisationen sind notwendig. Gleichzeitig kann man dafür aber auch unnötige Ausgaben sparen und Qualität bekommen. Dadurch rückt nach Meinung von Wilhelm Hachtel, Vorstandsvorsitzender des VIS und Geschäftsführer von MHZ, auch wieder die ursprüngliche Funktion des Sonnenschutzes in den Vordergrund, nämlich die Funktionalität. Sie kann zur modisch-optischen Ausrichtung des Sonnenschutzes wieder aufschließen.

Das Q-Zeichen und die Darstellungen zur Energieeinsparung stehen somit besonders für zweierlei: Erstens für Übersichtlichkeit und Vereinfachung und zweitens für Qualität und Langlebigkeit.

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 18. January 2009 )
 
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